Elbtower

Am östlichen Ende der Hamburger HafenCity wird der Neubau des Elbtower Hamburgs geplant. Das Baufeld 122 liegt zwischen dem Oberhafenkanal, der Zweibrückenstraße sowie den Gleisanlagen des Personennah- und fernverkehrs sowie dem Güterverkehr. Die im Jahr 2020 neu errichtete S-Bahnstation Elbbrücken grenzt unmittelbar an das Baufeld an. Im Osten schließt zudem die Brücke der Billhorner Brückenstraße an, auf der die Autobahn A1 Richtung aus Hamburg in Richtung Süden beginnt. Das Grundstück umfasst eine Gesamtfläche von ca. 18.000 m² im ehemaligen verfüllten Hafengebiet. Die Planung sieht einen zwei- bis dreigeschossig unterkellertes Bauwerk vor, das im Bereich des Hochhausturms bis zu rund 240 m hoch sein wird.

Mit den drei geplanten Untergeschossen sowie dem Hochhausturm auf einer insgesamt großen Fläche, der Lage unmittelbar neben dem setzungsempfindlichen Bauwerken der Deutsch Bahn  und der geologischen Lage des Baufelds innerhalb einer eiszeitlichen Rinnenstruktur ergibt sich bei dem Projekt eine komplexe Aufgabe für alle Planer. Diese Herausforderung spiegelt sich bereits im Umfang und Komplexität der Baugrunderkundungen mit Aufschlüssen bis 150 m Tiefe wieder.

Die vielfältige und hochwertige Nutzung des Neubaus bringt zudem hohe Anforderungen an den Schallschutz mit sich. Dies erfordert bei der Lage des Bauwerks neben der Gleisstrecke eine detaillierte Berücksichtigung der baudynamischen Belange.

Die BBI Geo- und Umwelttechnik Ingenieur-Gesellschaft mbH ist als Verbundpartner der GuD Consult Berlin im laufenden Projekt und Planungsprozess mit folgenden Leistungen involviert:

Ort 
Hamburg
Auftraggeber/Bauherr 
SIGNA Prime Selection AG, Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG
Zeitraum 
2018 bis heute
Leistungen 
  • Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung für den Neubau des Hochhauses neben dem setzungsempfindlichen Bauwerken der Deutschen Bahn
  • Überwachung der Feldarbeiten (Baugrunderkundungen) und Durchführung der bodenmechanischen Laborversuche
  • Schadstoffuntersuchungen als Rasterfelduntersuchung des Untergrunds
  • Geotechnische Beratung des Auftraggebers
  • Planung, Ausschreibung und Überwachung von Pfahlprobebelastungen für Großbohrpfähle bis 110 m Tiefe
  • Finite-Elemente-Simulationen für die Ermittlung der Pfahlsteifigkeiten und Sohlbettungen für die Bauzustände und den Endzustand sowie Setzungsprognose für den Gebäudekomplex und die Nachbarbauwerke
  • Erstellung von Konzepten zur geodätischen Beweissicherung und Monitoring von Baugrube, Pfahlgründung und Nachbarbauwerken
  • Durchführung und Auswertung der dynamischen Schwingungsmessungen aus dem Bahnverkehr und strukturdynamische Berechnungen