Erweiterung der A7 - Brückenbauwerk K20

Die Autobahn A7 ist eine bedeutende Hauptverkehrsachse im nationalen und internationalen europäischen Verkehrsnetz und stellt im morddeutschen Raum neben der A1 eine der wichtigsten Nord-Süd-Fernstraßenverbindungen dar. Um die derzeitige Leistungsfähigkeit an die zu erwartenden Verkehrsbelastungen anzupassen, ist eine 6 bzw. 8-streifige Erweiterung innerhalb der Stadtgrenzen der Freien und Hansestadt Hamburg vorgesehen. Bei der Hochstraße Elbmarsch (Brückenbauwerk K20) südlich des Elbtunnels geht es um die 8-streifige Erweiterung der A7 sowie den Ersatzneubau des Ingenieurbauwerkes K30. Südlich der Rampenbauwerke des Elbtunnels besteht die A7 als ca. 3,8 km lange Hochstraße mit jeweils 3 Richtungsfahrbahnen auf zwei baulich getrennten Überbauten. Sie wurde zwischen 1972 und 1975 erbaut und dann für den Verkehr freigegeben. Südlich der Hochstraße Elbmarsch K20 soll die geplante A26 über das Autobahndreieck HH-Süderelbe an die A7 angeschlossen werden.

Als Vorzugsvariante zum Ausbau auf 8 Fahrstreifen ist die innenseitige Verbreiterung vorgesehen. Dabei wird der Verbundüberbau monolithisch mit dem vorhanden Spannbetonüberbau verbunden. Die Gründung der Richtungsfahrbahnen erfolgt auf getrennten Pfahlkopfplatten mit jeweils 6 Pfählen, die im Wesentlichen als Vollverdrängungsbohrpfähle hergestellt werden.

Neben der Erweiterung der vorhandenen Fahrbahn und der Überbauten werden verschiedene Anlagen zur Regenwasserableitung und Behandlung, Verkehrszeichenbrücken, Beleuchtungsmasten etc. neu erstellt.

Der Streckenabschnitt liegt im Südteil des früheren Elbe-Urstromtales mit stark setzungsempfindlichen, gering tragfähigen Böden. Unter den holozänen Torf- und Kleiablagerungen - zusammenfassend als Weichschichten bezeichnet - folgen holozäne Sande mit eingeprägten Rinnenstrukturen. Darunter schließen weichselzeitliche Schmelzwassersande bis zur Sohlfläche des Elbe-Urstromtales an.

Ort 
Hamburg
Auftraggeber/Bauherr 
DEGES, Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH
Zeitraum 
2018 bis heute
Leistungen 
  • Aufstellen des Erkundungs- und Untersuchungsprogramms
  • Baugrundbeurteilung und Gründungsberatung für die Ingenieurbauwerke
  • Aufstellung der Leistungsverzeichnisse für die Erkundungsarbeiten
  • Aufstellung der Vergabeunterlagen für die Vor- und Hauptuntersuchung
  • Überwachung der Feldarbeiten (Bohrüberwachung)
  • Durchführung der bodenmechanischen Laborversuche
  • Durchführung von erdstatischen Standsicherheitsberechnungen
  • Schadstofferkundung des Untergrundes
  • Geotechnische Beratung des Auftraggebers
  • Beratungsleistungen während der Planungsphase